Die Initiative "Kirche im Dialog"
Vor nunmehr 21 Jahren wurde auf Initiative von Hans W. O. Krämer die Vortragsreihe „Kirche im Dialog“ ins Leben gerufen, mit der es erfolgreich gelingt, Menschen und Themen aus Kirche und Gesellschaft miteinander ins Gespräch zu bringen.
Es hat sich ein Team gebildet mit Mitgliedern aus den Kirchengemeinden der Gesamtkirchengemeinde Backnang in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Rems-Murr-Kreis. Das Team sucht theologische und sozial-ethische Themen im Wechsel als Jahresthema aus.
Nach einer Auftaktveranstaltung finden in der Regel reihum in den einzelnen Kirchengemeinden von Backnang jährlich weitere Abende statt. So wird auch die Zusammengehörigkeit der Gesamtkirchengemeinde gefördert.
Die Veranstaltungen finden am Freitagabend von 19:00 - 21:00 Uhr statt. An einen ca. 50-minütigen Vortrag mit Raum für Rückfragen und Diskussion mit dem/der Referenten/in schließt sich ein Imbiss mit der Möglichkeit zur Begegnung an.
Das erwartet Sie
- Ein Vortrag zu einem aktuellen Thema (50 Minuten)
- Diskussion und Rückfragen an den Referenten (25 Minuten)
- Ein Imbiss mit Getränken und Zeit zum Austausch
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um eine Spende.
Jahresthema 2026 "Kirche und Politik : Ein Balanceakt"
Kann eine zu starke Einmischung der Kirche in die Politik die Glaubwürdigkeit der Kirche gefährden oder ist zu wenig Engagement eine Gefahr für die Verstärkung gesellschaftlicher Missstände? Wie versteht die Kirche ihre Aufgabe in diesem Kontext? Wie ist das Verhältnis zwischen Religion und Gesellschaft zu betrachten?
"Glaube ist immer politisch, aber nicht parteipolitisch"
So ähnlich äußerte sich die Vorsitzende der EKD, Kirsten Fehrs. Nach reformatorischem Verständnis habe die Kirche keinen eigenen Bereich und somit auch nicht "zu den Vorgängen in der Welt zu schweigen". "Unsere Gottesdienste stehen jedem offen, eine Predigt ist immer öffentliche Rede. Und in dem Sinne, in dem sie sich an eine Gemeinschaft richtet, ist sie auch politisch", sagt Fehrs. "Glaube ist immer politisch, aber nicht parteipolitisch", sagt der emeritierte Heidelberger Theologieprofessor Klaus Tanner. Kirche könne jedoch ein Forum für Debatten über christliche und demokratische Grundwerte bieten. Gerade in der Evangelischen Kirche und in Anbetracht der NS-Vergangenheit herrsche ein hohes Maß an Sensibilität, sagt Tanner. "Wir wissen aus der Weimarer Zeit, wie fragil Demokratien sind." Auch Karl-Georg Ohse sieht die große Gefahr im Schweigen: "Glaube war immer politisch. Und wir versuchen den Gemeinden näherzubringen, dass sie ein Statement abgeben, selbst wenn sie sich nicht positionieren."
Das Religionsverfassungsrecht Art. 4 Abs. 1 und 2 GG garantiert die Religionsfreiheit eines jeden Einzelnen. Jeder kann sich frei zu einer Religion bekennen und einer Religionsgemeinschaft beitreten. Jeder ist aber auch frei, sich zu keiner Religion zu bekennen, aus einer Religionsgemeinschaft auszutreten oder in eine andere überzuwechseln.
Neutralitätsgebot:
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts muss der Staat "Heimstatt aller Bürger" sein – unabhängig von ihrem religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis. Der Staat darf sich daher selbst nicht mit einem bestimmten religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis identifizieren. Er muss vielmehr allen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften neutral und tolerant gegenüberstehen. Anders als in anderen Staaten sieht das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland allerdings keine strikte Trennung von Staat und Religion vor. Der Staat wirkt mit Religionsgemeinschaften zusammen – etwa um religiösen Bekenntnisunterricht in den staatlichen Schulen zu organisieren.
Quelle: Bundesinnenministerium
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Prof. Dr. Ulrich Beuttler, Pfarramt Markuskirche
Pfarramt.Backnang.Markuskirche@elkw.de
Tel. 07191 / 68513
Ihr Team von Kirche-im-Dialog
Pfarrer Prof. Dr. Ulrich Beuttler,
Peter Tenschert,
Klaus Siebrand,
Andrea Kemmner (Geschäftsführerin EEB-RMK)